Coaching Kitaverpflegung

Kleiner Junge sitzt am Kita Esstisch mit einem Teller Essen vor sich und Löffel in der Hand.

Das Coaching unterstützt Kitas dabei, ihre Mittagsverpflegung gesund und qualitätsbewusst zu gestalten.

Was und wie Kinder essen und trinken, beeinflusst ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und Ernährungsverhalten. Die Kitaverpflegung leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Sie kann Vorbild für eine gesunde Ernährung sein, die gut schmeckt, nachhaltig und ökonomisch ist. Immer mehr Kitas wollen ihr Mittagessen entsprechend gestalten. Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Oberfpalz unterstützt sie dabei mit dem Coaching Kitaverpflegung.

Coaching 2021 in der Oberpfalz

Bei Gruppenveranstaltungen, die dieses Jahr coronabedingt das erste Mal online stattfinden, erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wichtige Ideen und Anregungen für die Umsetzung der Bayerischen Leitlinien Kita- und Schulverpflegung – von der Gestaltung der Speisepläne bis hin zu mehr Nachhaltigkeit. Neben dem fachlichen Input profitieren sie auch von den Erfahrungen anderer Kitas.

Für die Optimierung gibt es jedoch kein Patentrezept. Jede Kita hat unterschiedliche Rahmenbedingungen. Deshalb erhalten die Einrichtungen auch individuelle Unterstützung. Gemeinsam mit allen Beteiligten suchen erfahrene Coaches nach individuellen Verbesserungsmöglichkeiten und unterstützen bei deren Umsetzungen.

Kindertagesstätte Don Bosco, Vohenstrauß

Hausansicht KiTaZoombild vorhanden

Kindertagesstätte Don Bosco

Kindertagesstätte Don Bosco, Vohenstrauß
Die katholische Kindertagesstätte Don Bosco Vohenstrauß setzt sich aus vier Kindergartengruppen, einer Integrativgruppe und zwei Krippengruppe zusammen. In der Kindertagesstätte arbeiten zwanzig pädagogische Fachkräfte, zwei SPS-Praktikantinnen, zwei Mittagsverpflegungskräfte und drei Reinigungskräfte. Die Mittagsspeisen erhält die Kita seit September 2020 durch den Speiseanbieter Isabell Reinhardt aus Schönsee. Die Zubereitung der Mittagsspeisen für 65 Kindergartenkinder und 24 Krippenkinder findet lokal in der Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule in Vohenstrauß statt. Die Kita nimmt auch am EU-Schulprogramm teil.

Internetauftritt der Kindertagesstätte Don Bosco, Vohenstrauß Externer Link

Kinderhaus Loibling, Cham

Kinderhaus Loibling, Cham
Im Kinderhaus Loibling werden momentan unter der Trägerschaft der Stadt Cham 43 Kindergartenkinder und 32 Krippenkinder zwischen 6:30 Uhr und 17:00 Uhr betreut. Es wird täglich für 61 Kinder von Köchin Nadja Kling frisch gekocht. Das Essen besteht entweder aus Vorspeise und Hauptspeise oder aus Hauptspeise und Nachspeise. Dazu wird den Kindern zum Essen Tee und Wasser angeboten. Das Kinderhaus arbeitet mit einem teil-offenen Konzept, bei dem Krippen- und Kindergartenkinder immer die Möglichkeit haben, die anderen Gruppen zu besuchen. Dies ist aber momentan aufgrund der Corona-Pandemie nicht umsetzbar, da die Gruppen strikt getrennt sein müssen.

Internetauftritt des Kinderhaus Loibling, Cham Externer Link

Kinderhaus TOHUWABOHU, Weiden

Kinderhaus Tohuwabohu in Weiden.Zoombild vorhanden

Kinderhaus Tohuwabohu

Kinderhaus Tohuwabohu, Weiden
Das Kinderhaus Tohuwabohu in Weiden bietet Platz für 125 Kindergarten- und 12 Krippenkinder. Die Kinder lernen gesunde Lebensmittel kennen, gehen mit den Erzieherinnen einkaufen und bereiten Speisen teilweise selbst mit zu (z.B. Gemüse schnippeln, Joghurt rühren). Alle Kinder erhalten über das EU-Schulprogramm Obst und Gemüse sowie wertvolle Milchprodukte zur Brotzeit.
In der "Mampfstube" gibt es täglich ein frisch gekochtes, ausgewogenes Mittagessen für die Kinder. Der Speiseplan wird von einer Hauswirtschafterin kindgerecht und ernährungsphysiologisch zusammengestellt. Für die Essenswünsche der Kinder ist das Küchenteam immer offen und setzt diese unter gesundheitlich wertvollen Aspekten um. Sofern möglich, verwenden wir Bioprodukte. Kinder mit besonderem Essensbedarf (kein Schweinefleisch, Allergien oder Unverträglichkeiten) werden nach individueller Rücksprache berücksichtigt.

Internetauftritt des Kinderhauses TOHUWABOHU, Weiden Externer Link

AWO Kinderhaus Schatzinsel, Berg bei Neumarkt

Bild der Einrichtung AWO Kinderhaus Zoombild vorhanden

AWO Kinderhaus Schatzinsel

AWO Kinderhaus Schatzinsel, Berg bei Neumarkt
Im AWO Kinderhaus Schatzinsel werden 50 Plätze in zwei Kindergartengruppen angeboten, in denen kleine Menschen im Alter von zwei Jahren bis zur Einschulung, begleitet werden. Die Kinder stehen hier an erster Stelle. Es wird viel Wert auf Partizipation, Selbstständigkeit und einen wertschätzenden Umgang miteinander gelegt. Den Kindern soll in einer harmonischen Atmosphäre ermöglicht werden, sich und ihre Welt eigenständig und im individuellen Tempo zu entdecken und kennen zu lernen. Das Mittagessen wird vom Speiseanbieter Schmakofatzzz geliefert.

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Kath. Kindergarten St. Wolfgang 1, Regensburg

EinrichtungZoombild vorhanden

Kindergarten St. Wolfgang 1

Kath. Kindergarten St. Wolfgang 1, Regensburg
Der katholische Kindergarten St. Wolfgang 1 ist - im Herzen des Stadtteils gelegen - die älteste soziale Einrichtung in Regensburg, Kumpfmühl. Bei seiner Gründung 1923 war es die erste Kindergartenstätte im Süden Regensburgs. Geleitet wurde der Kindergarten über neun Jahrzehnte von den Armen Schulschwestern. Seit 2012 liegt die Leitung in den weltlichen Händen von Lydia Müller. Die Einrichtung besteht aus drei Gruppenräumen, in denen die Kinder auch zu Mittag essen. Das Essen wird von dem Speiseanbieter labora aus Regensburg täglich geliefert.

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Ev. Kindertagesstätte St. Michael, Weiden

TischgruppeZoombild vorhanden

Kinderrestaurant

Ev. Kindertagesstätte St. Michael, Weiden
In der zentrumsnahen Kindertagesstätte St. Michael in Weiden i.d. Opf. werden derzeit 111 Kinder betreut. Die Kita bietet Platz für Krippenkinder und Kindergartenkinder. Zusätzlich gibt es 12 Plätze für Schulkinder der 1. Grundschulklasse, die während der Ferienzeiten - geregelt durch einen eigenen Schulkindvertrag – betreut werden. Selbstverständlich sind auch Kinder mit Eltern nicht deutschsprachiger Herkunft und Kinder mit körperlicher, geistiger oder seelischer Beeinträchtigung willkommen.
Im Kinderrestaurant "Tischlein deck dich" sitzen die Kinder gemütlich beisammen und können sich an zwei Tagen in der Woche am gesunden Frühstücksbuffet bedienen. Es ist de Einrichtung wichtig, den Kindern eine gesundheitsbewusste Ernährung zu vermitteln. Deshalb wird auch bei der mitgebrachten Brotzeit auf eine gesunde und ausgewogene Kost geachtet. Etwa 60 Kinder nehmen täglich am warmen Mittagessen teil, welches von der Metzgerei Rauh in Grafenwöhr bezogen wird. Der Speisenanbieter hat bereits am Coaching Kitaverpflegung teilgenommen. Das ganze Team der Kindertagesstätte freut sich, wenn diese Erfahrungen mit eingebracht und ausgebaut wird.

Internetauftritt der Ev. Kindertagesstätte St. Michael, Weiden Externer Link

Ansprechpartnerinnen

Clarissa Spiegler
AELF Regensburg
Lechstraße 50
93057 Regensburg
Telefon: 0941 2083-1321
Fax: 0941 2083-1200
E-Mail: poststelle@aelf-re.bayern.de
Christina Apel
AELF Regensburg
Lechstraße 50
93057 Regensburg
Telefon: 0941 2083-1153
Fax: 0941 2083-1200
E-Mail: poststelle@aelf-re.bayern.de

Rückblick

Coaching 2019/20 in der Oberpfalz

Gruppenfoto
Kita-Coaching 2019/2020 in Regensburg erfolgreich gestartet
14 Teilnehmer folgten der Einladung der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Oberpfalz, um gemeinsam unter dem Motto "Kita-Tischlein, deck dich" ihr Vorhaben Verpflegungscoaching zu starten.
Bayernweit sind es 42 Kitas, die gecoacht werden. 5 Kitas kommen dabei aus der Oberpfalz.
In gemeinsamen Veranstaltungen erhalten die Teilnehmer Ideen und Anregungen, um die Bayerischen Leitlinien Kitaverpflegung umzusetzen – von der Gestaltung der Speisepläne nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bis hin zu mehr Nachhaltigkeit. Zusätzlich begleiten Coaches die Einrichtungen ein Kitajahr lang vor Ort - gemäß dem Motto:
"Individuelles Coaching führt zu kreativen Lösungswegen."
Das Coaching startete im September 2019 und endet im Juli 2020.

BRK Kinderkrippe, Laaber

BRK Kinderkrippe Burgspatzen
Die zweigruppige Kinderkrippe in Laaber kann bis zu 24 Kleinkinder im Alter von 6 Monaten bis zum Kindergarteneintritt aufnehmen. Besonders wichtig ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung - sowohl beim Frühstück als auch beim Mittagessen. Das selbstständige Essen der Kinder wird von Anfang an unterstützt. Das Frühstück bringen die Kinder von zuhause mit. Zusätzlich wird täglich frisches Obst und Gemüse, das von den Eltern mitgebracht wird, aufgeschnitten und angeboten. Außerdem gibt es ungesüßten Joghurt zum Frühstück. Am gemeinsamen Mittagessen nehmen alle Kinder teil. Der Lieferant für das Mittagessen steht bereits im regelmäßigen Austausch mit der Kita und möchte seine Qualität durch die Teilnahme am Kita-Coaching weiter verbessern.

Internetauftritt BRK Kinderkrippe Burgspatzen Externer Link

Herausforderungen und Ergebnisse

Gemeinsam konstruktiv an verschiedenen Punkten zu arbeiten, stand von Anfang an auf der Tagesordnung im Essensgremium der Kinderkrippe in Laaber. Die gemeinsamen Ziele wurden hoch gesteckt, um die Mittagsverpflegung runder zu gestalten. Die Erstellung eines Verpflegungsleitbildes konnte im Essensgremium ebenfalls angestoßen und bereits umgesetzt werden. Es wird zusätzlich in die Konzeption eingearbeitet und den neuen Eltern am Anmeldetag vorgestellt. Hier wird besonders sichtbar, welchen Stellenwert die Verpflegung bei den Burgspatzen angenommen hat.

Gesundheit/ Speiseplan

Zu Beginn des Coaching erreichte der Speisenanbieter 60% der Empfehlungen der DGE im Speiseplan-Check. Durch die Optimierung in verschiedenen Bereichen, wie z.B. Erhöhung des Vollkorn- und Gemüseanteils oder die Reduzierung der Fleischgerichte und Süßspeisen sollen am Ende des Coachings 90% der Kriterien erfüllt werden.
Die Verbesserung der Kennzeichnung im Speiseplan stand ebenfalls auf der Agenda. So wird nun die Fleischart eindeutig benannt.

Rahmenbedingungen

Wenn der Gong zum Mittagessen läutet, freuen sich alle auf das gemeinsame Essen. Auch die Atmosphäre im Speiseraum soll zukünftig verbessert werden. Über einen neuen Anstrich und das Einführen von Lärmschutzelementen wurde gesprochen. Die Umsetzung wird aktuell allerdings noch vertagt, da bis zum September diesen Jahres ein Umbau in der Einrichtung ansteht, der auch für den Speisebereich Veränderungen mit sich bringen wird.
Optimierungen im Bereich Hygiene und kleinere Veränderungen an der Ausgabeküche verbessern zukünftig die Arbeitsabläufe während des Mittagessens.

Plakat zum Thema "Wo kommt mein Essen her?"

Das Team der Krippe gestaltete ein Plakat zum Thema "Wo kommt mein Essen her?".

Wertschätzung/ Kommunikation
Um den Bereich der Kinderpartizipation noch weiter auszubauen, finden im Team Überlegungen statt, die im Rahmen der weiteren Essensgremium-Sitzungen diskutiert werden sollen. Das Team der Kinderkrippe hat ein Plakat gestaltet, auf dem zu erkennen ist, wo das Essen herkommt. Dies kam bei den Kindern und Eltern sehr gut an.
Kommunikationswege wurden ebenfalls miteinander kritisch beleuchtet und verändert, um zukünftig gegenseitiges Feedback konstruktiv und zielführend anzubringen. Dies konnte auch im Verpflegungsleitbild verankert werden.

Kindergarten St. Christophorus, Regensburg

Mittagessen im Gruppenraum des Kindergarten St. Chrisophorus
Kindergarten St. Christophorus
Im Regensburger Kindergarten St. Christophorus werden 75 Kindergartenkinder zwischen 7:15 und 16:00 Uhr von neun pädagogischen Fachkräften betreut. Täglich werden zur Brotzeit Obst- und Gemüseteller sowie Milch – alles in Bio-Qualität - angeboten. Diese Produkte werden von der Ökokiste Kößnach geliefert. Wasser und Tee steht den Kindern immer zur Verfügung. 50 Kinder erhalten ein warmes Mittagessen, das der Caterer "kindergourmet" täglich anliefert.

Internetauftritt Kindergarten St. Christophorus Externer Link

Ergebnisse und Herausforderungen

Die größte Veränderung im Laufe des Coaching war der Wechsel des Speiseanbieters im Januar. Allerdings gestaltete sich dies sehr unkompliziert und löste so manche Herausforderungen, mit denen man sich vorher auseinandersetzen musste. Die Kinder sind mit dem Essen sehr zufrieden - es schmeckt allen und trägt so zu einem runden Kindergartentag bei!

Gesundheit/ Speiseplan

  • Speiseplanoptimierung nach den Empfehlungen der DGE : zu Beginn des Coaching sind 7 von 15 Kriterien im Speiseplan-Check erfüllt worden (Ziel waren mind. 10 Kriterien); durch den Wechsel des Speiseanbieters zum Jahreswechsel wurde dieses Ziel innerhalb kürzester Zeit mehr als erreicht ( 12-13 von 15 Kriterien)
  • Der neue Speisenanbieter bietet den beiden Gruppen eine individuelle Speiseplan-Zusammenstellung. Das Personal kann so mithilfe des Speiseplan-Checks die Gerichte auswählen und entsprechend nachoptimieren (das steigert gleichzeitig die Akzeptanz für das Essen).
  • Um die Partizipation der Kinder zu steigern, dürfen sie an ihrem Geburtstag das Essen mitbestimmen.
  • Dem Wunsch nach Abwechslung für Kinder, die von einer Unverträglichkeit betroffen sind, konnte durch den neuen Koch ebenfalls nachgegangen werden. Die Allergenkennzeichnung im Speiseplan wird einwandfrei umgesetzt.

Organisation/ Rahmenbedingungen:

  • In Bezug auf die Hygiene konnten verbindliche Regeln (wie z.B. bzgl. Temperaturmessung) im Gremium festgehalten werden.
  • Mit Wechsel des Speisenanbieters hat sich die Geschirr- und Bestecksituation ebenfalls positiv verändert. Das Essgeschirr und –besteck ist nun kindgerechter und trägt zur Akzeptanzsteigerung bei den Kindern bei.
  • Da das Mittagessen in den Gruppenräumen stattfindet, war häufig die Lautstärke während der Vorbereitungszeit sehr hoch. Durch das Nutzen von Nebenräumen bzw. der Turnhalle für den Mittagskreis konnte dies positiv beeinflusst werden.
  • Durch zusätzliche Tische und das Verkleinern der Tischgruppen konnte auch die Lautstärke während des Mittagessens verändert werden.
  • Angedacht ist ein bildhafter Speiseplan für die Zukunft. Der Speisenanbieter stellt hierfür die Bilder zur Verfügung.

Wertschätzung/ Kommunikation:

  • Um die Partizipation der Kinder zu steigern, wurde in beiden Gruppen das Schöpfsystem eingeführt. Dafür wurden vom Personal extra Schüsseln angeschafft.
  • Der Kindertischdeck-Dienst soll wieder reaktiviert werden.
  • Feedback: Um auch die Kinder immer wieder einmal zu fragen, wie es ihnen schmeckt, dürfen sie einen Magneten auf ein Smiley oder Heulie setzen. Dieses Feedback geht auch an den Speisenanbieter.
    Aber auch die Erzieherinnen sollen das tägliche Mittagessen beurteilen und füllen regelmäßig einen Feedbackbogen aus, der an den Speisenanbieter geht. Der gegenseitige Austausch klappt wunderbar.
  • Um die Öffentlichkeitsarbeit weiter voran zu bringen, erarbeitet die Einrichtung ein Verpflegungsleitbild, in dem alles rund um die Verpflegung festgehalten werden kann. Diese Qualitätsmerkmale sollen den Eltern über die Homepage zugänglich sein.

Nachhaltigkeit

  • Zu Beginn des Coachings waren die Portionsgrößen nicht immer kindgerecht, wodurch sehr viele Lebensmittelreste entstanden. Nun wird die Essensausgabe mittels Kellenplan (vom Speisenanbieter vorgegeben) durchgeführt. Durch diese Maßnahme sowie einen zusätzlichen Feedbackbogen sind die Reste nun überschaubar.
  • Um mehr über die Qualität und Herkunft der verwendeten Lebensmittel zu erfahren, lädt der Speisenanbieter das Team ein, um die Küche einmal zu besuchen. Dieser Termin hat allerdings noch nicht stattgefunden.

Kindergarten St. Nikolaus, Etzenricht

Außenansicht des Kindergarten St. Nikolaus in Etzenricht.
Kindergarten St. Nikolaus
Im Kindergarten St. Nikolaus in Etzenricht werden unter der Trägerschaft der katholischen Kirchenstiftung derzeit 66 Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren betreut. Die Kinder haben die Möglichkeit, im Kindergarten zu Mittag zu essen. Das Essen liefert die Metzgerei Pöll aus Mantel. Bei der Ausgabe des Mittagessens unterstützt eine Hauswirtschaftskraft die Erzieherinnen bei der Vor- und Nachbereitung.

Internetauftritt Kindergarten St. Nikolaus Externer Link

Herausforderungen und Ergebnisse

In bereits drei stattgefundenen Vor-Ort-Terminen konnten wichtige Punkte im Essensgremium angesprochen und verändert werden. Die Checkliste zu den Bayerischen Leitlinien Kitaverpflegung bietet dabei die wesentliche Grundlage. Mit Hilfe des Speiseplan-Checks wurde der Speiseplan nach den DGE-Qualitätskriterien bewertet und soll zukünftig optimiert werden.

Rahmenbedingungen

Innerhalb kürzester Zeit konnte kindgerechtes Besteck angeschafft werden. Des Weiteren soll in kindgerechtes Geschirr und kleinere Krüge zum Selbsteinschenken investiert werden. Ein Servierwagen konnte in der Budgetplanung verankert und soll dann im neuen Kindergartenjahr angeschafft werden.
Die Optimierung weiterer Rahmenbedingungen sind im Gespräch. Dabei geht es um Veränderungen in der Ausgabeküche und das Einrichten eines Personalraumes.

Wertschätzung/ Partizipation

Da das selbstständige Essen der Kinder von Anfang an besonders gefördert werden soll, wurde im Rahmen des Coaching das sog. Schöpfsystem eingeführt wurde. Das bedeutet, dass sich die Kinder ihr Essen selbst aus den vorbereiteten Schüsseln am Tisch nehmen können. Zur weiteren Verbesserung der Kinderpartizipation helfen die Kinder beim Tischdecken.
In einer gemeinsamen "Kochaktion" belegten die Kinder miteinander Brote - das war nicht nur lecker, sondern fördert auch die Akzeptanz bei den Kindern.

Transparente Kommunikation

Allein durch das Einrichten des Essensgremiums konnte die Kommunikation zwischen den Akteuren verbessert werden. Daneben laufen weitere Absprachen zwischen Träger und Speisenanbieter.

Folgende weitere Ziele hat sich das Essensgremium im Rahmen des Coachings gesetzt:

  • Feedback-System für die Kinder/ Feedback an Eltern
  • Vermeidung von Lebensmittelresten: Portionsgrößen anpassen
  • Öffentlichkeitsarbeit verbessern
  • bildhafter Speiseplan

Kinderhaus St. Ulrich, Lam

Außenansicht Gebäude Kindergarten St. Ulrich
Kinderhaus St. Ulrich
Im Kinderhaus St. Ulrich in Lam werden unter der Trägerschaft der Katholischen Pfarrkirchenstiftung Lam täglich 12 Krippenkinder, 77 Kindergartenkinder und 6 Schulkinder in der Zeit zwischen 7:00 und 16:30 Uhr von 8 Erzieherinnen und 5 Kinderpflegerinnen betreut. An vier Tagen (Montag bis Donnerstag) liefert der örtliche Gasthof "Rösslwirt" für durchschnittlich 25 Kinder ein warmes Mittagessen. Seit Juni 2019 gibt es einen neu erbauten Essensraum und die "Mitmach-Küche". Die Räume werden für das Mittagessen, für Geburtstagsfeiern der Kinder und Koch- und Backangebote genutzt.

Internetauftritt Kinderhaus St. Ulrich Externer Link

Herausforderungen und Ergebnisse

Der Speiseplan-Check zum Beginn des Kita-Coachings ergab: 47 % der Empfehlungen der DGE werden umgesetzt. Um den Wert zu steigern, wurde der 6 Wochen-Plan umgestellt: Es gibt nun jeden Tag Gemüse bzw. Rohkost, sowie viermal Vollkorn pro 20 Verpflegungstage. Der hohe Fleischanteil konnte reduziert werden. Damit sind 12 von 15 Kriterien des Speiseplan-Checks erfüllt und es werden 80 % der Empfehlungen erreicht.

Für die im Kinderhaus hergestellten Nachspeisen wurde ein Allergenmanagement eingeführt. Für die Zukunft sollen die Nachspeisen noch abfotografiert werden, so dass ein bebilderter Speiseplan entstehen kann.

Kommunikation
Da das Essen außerhalb der Einrichtung zubereitet wird, bastelte das Kindergarten-Team einen "Koch". Der gebastelte Koch wurde mit einem Foto ergänzt, damit er ein Gesicht hat und die Kinder sich besser vorstellen können, wer für sie kocht.
Gemeinsam wurde ein Verpflegungsleitbild erstellt, dass zukünftig den Eltern im Rahmen des Gruppenelternabends zum Start ins neue Betreuungsjahr aufgezeigt werden kann.
Zudem haben sich die Kommunikationswege zwischen den verschiedenen Akteuren verbessert. Absprachen zwischen Speiseanbieter, Kita, Schule und Träger können so zielgerichtet und erfolgreich getroffen werden.
Für die Zukunft sollen die Elternkommunikation sowie die Öffentlichkeitsarbeit noch weiter ausgebaut werden.
Rahmenbedingungen

Die Atmosphäre im Speiseraum änderte sich ebenfalls: So konnte die Lautstärke durch eine Anpassung der Dämmung gesenkt werden. Zudem wurden Stuhlgleiter an den Stühlen angebracht. Auch die Temperatur im Speiseraum wurde durch die Anpassung der Fußbodenheizung angepasst.

Partizipation

Die Kinder werden stärker eingebunden. So wurden z. B. das Schöpfsystem eingeführt ebenso wie ein Feedbacksystem, bei dem die Kinder das Mittagessen mit Heulis und Smileys bewerten. Der Speisenanbieter profitiert ebenfalls von den Rückmeldungen und kann die Speiseplanung gegebenenfalls anpassen.

Im Rahmen von Kochaktionen sind außerdem regelmäßige Termine vorgesehen, an denen die Kinder gemeinsam mit dem Speiseanbieter kleine Gerichte zubereiten werden.

Nachhaltigkeit

Zukünftig soll verstärkt Rückmeldung zu den Portionsgrößen an den Speisenanbieter gegeben werden, um die Speisereste weiter zu verringern.

Regensburger Eltern Kind Zentrum (REKiZ)

Gruppenraum der Kinderkrippe
Regensburger Eltern-Kind-Zentrum (REKiZ)
Die Kinderkrippe im Westen von Regensburg ist ein Bestandteil des Regensburger-Eltern-Kind-Zentrums. Sie betreut 24 Kinder im Alter von einem halben Jahr bis zu 3 Jahren. Im REKiZ kocht eine Köchin täglich frisch. Die Kinder genießen die Gerichte in entspannter Atmosphäre.

Internetauftritt REKiZ Externer Link

Herausforderungen und Ergebnisse

Speiseplanoptimierung

  • Innerhalb kürzester Zeit wurde der Speiseplan durch die Köchin angepasst, so dass von anfänglich 9 erfüllten Kriterien im Speiseplan-Check nun alle 15 Kriterien voll erfüllt werden. Neue Rezeptideen aus der FIT KID Datenbank (siehe Link unterhalb) flossen in den so entstandenen 4-Wochen-Speiseplan mit ein.
  • Besonders erwähnenswert ist, dass nun die Empfehlung von zweimal fettreichem Seefisch erfüllt wird. Der Anteil von Vollkorn-Produkten liegt bei 14 Mal innerhalb von 20 Verpflegungstagen.
  • Das Layout des Speiseplans wurde komplett überarbeitet und mit der Allergen- und Zusatzstoffkennzeichnung versehen. Er hängt in der Krippe aus und soll zukünftig als bildhafter Speiseplan für die Kinder gestaltet werden.

Rahmenbedingungen

  • Maßnahmen zur Optimierung des Hygienemanagements wurden getroffen. So wurden im Team Zuständigkeiten diskutiert und verbindliche Regelungen gefunden. So ist zum Beispiel für das Thema Kühlschrank ein Infoblatt entwickelt wurden, wie Lebensmittel richtig gelagert werden. Zusätzlich werden die zwei vorhandenen Kühlschränke nun strikt nach Team- und Krippen-Kühlschrank getrennt.
  • Speiseraumgestaltung: Ziel im Coaching war die Atmosphäre im Speiseraum zu optimieren. Dies konnte bereits über Veränderungen beim Licht erreicht werden. Zusätzlich wurde ein Farbkonzept erstellt, dessen Umsetzung bereits in den nächsten Wochen erfolgt.
  • Öffentlichkeitsarbeit: Federführend durch die Leitung erstellt das Essensgremium gemeinsam ein Verpflegungsleitbild, in dem wichtige Kernpunkte rund um die Verpflegung eingearbeitet werden. Dieses wird zukünftig auf der Homepage abrufbar sein.
  • Ein Wunsch vom Team und den Eltern war die Aktualisierung und Erweiterung der Homepage um weitere Informationen rund um den Krippenalltag. Dazu haben zwei Elternvertreterinnen eine Umfrage bei den Eltern durchgeführt – die Ergebnisse fließen in die zukünftig geplante Homepage-Gestaltung mit ein.
  • Ein neuer Speisenanbieter, der bei Ausfall der Köchin das Essen liefert, wurde gefunden. Sein Konzept passt sehr gut zur Philosophie der Krippe. Das Essen schmeckt den Kindern sehr gut und füllt die Lücke, wenn kein Mittagessen in der Einrichtung gekocht wird.

Ökonomie/ Nachhaltigkeit

  • Im Laufe des Kita-Coachings wurde ein Obstkorb eingeführt, den die Eltern wöchentlich bestücken. Im Verpflegungsleitbild wird der Wunsch bevorzugt regionales, saisonales bzw. ökologisch erzeugtes Obst einzukaufen, verankert.
  • Nachhaltigkeit ist dem Essensgremium ein Anliegen. So wird zukünftig beim Einkauf für das Mittagessen auf regionale (und z.T. auch ökologisch erzeugte) Lebensmittel wert gelegt.

Wertschätzung/ Partizipation

  • Die pädagogische Arbeit rund um das Mittagessen wurde bereits im Vorfeld durch einen externen Coach optimiert. Dennoch wird weiter an der Partizipation gearbeitet. So dürfen sich zum Beispiel die Kinder selbst ihre Speisen auf den Teller schöpfen und damit über Menge und Auswahl selbst entscheiden. Neu eingeführt wurde, dass sich die Kinder die Getränke selbst einschenken dürfen.